• image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image
  • image

Sladek

Theaterstück nach Ödön von Horvath

Deutschland zu Beginn der Weimarer Republik. Die junge Demokratie ringt um Akzeptanz und an den Rändern der Gesellschaft entbrennt auf der Suche nach einer Perspektive der Richtungskampf der Ideologien die dieses Jahrhundert noch so sehr prägen sollten. „Krieg ist ein Naturgesetz“ so die nüchterne Feststellung eines Weltkriegsoldaten in Ödön von Horvaths „Sladek“. Wenn die eigene Existenz im Strudel der Geschichte heruntergespült wurde und die Rückkehr in ein „normales Leben“ verstellt ist, erscheinen zivilisatorische Errungenschaften angesichts des Grauens wie Märchen des guten Onkels aus der Kindheit. Aus dieser Perspektive ist ein solcher Anspruch weniger Zynismus als Lebenserfahrung.

Auf der Suche nach Verbündeten und Nachwuchs treffen Werber der sogenannten „Schwarzen Armee“ auf den jungen Mann Sladek der den Krieg als Kind erlebte und eine aus dieser Zeit rührende Faszination zum Militär in sich trägt. Seine Identitätssuche scheint in diesem Geheimbund eine Heimat gefunden zu haben. Der arbeitslose Sladek lebt in einer brüchigen Beziehung zur etwas älteren Anna die ihren Mann nach kurzer Ehe in Russland verloren hat. Sie versucht mit allen Mitteln die Beziehung zu retten und nicht noch eine Liebe an das Militär zu verlieren und droht die verbotene Organisation dem Gesetz auszuliefern.

Wer diese bizarre Welt des Primates alles Militarischen, gelebt im Bild des Korpgeistes in Frage stellt, bedroht nicht nur ein abstraktes Gebilde sondern die letzte Zufluchtsstelle, die Gemeinschaft der im Krieg Gestrandeten und setzt sich so der Feme aus...

Besuchen Sie uns auf Facebook!